"Weine sind zu teuer"

13. März 2002, 19:12
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Wirte wollen auf billigeren Rebensaft umsteigen

Wien - Viele Spitzenweine österreichischer Topwinzer sind in den vergangenen Jahren im Preis dramatisch angestiegen. Gleichzeitig werden immer mehr ausländische Weine verkauft. Der Frage, wie Gastronomen als Einkäufer auf diese Entwicklung reagieren und inwieweit ausländische Weine den österreichischen Markt bald überschwemmen werden, ist der Wiener Gastronom Stefan Gergely in einer Meinungsumfrage bei 200 Winzern und Gastronomen nachgegangen. Demnach hat jeder fünfte Winzer die Preise für seine Spitzenweine in den vergangenen fünf Jahren um 35 Prozent oder mehr angehoben.

Zwei Prozent der Winzer geben sogar an, die Preise im Topsegment in diesem Zeitraum verdoppelt zu haben. Im Schnitt sind die Preise für Topweine seit 1997 um 25 Prozent gestiegen.

Den Gastronomen sind diese Preise zu hoch. Für ein Fünftel der Befragten seien die Preise für Topweine derart stark gestiegen, dass diese für den Gastronomen im Verkauf nicht mehr vernünftig kalkulierbar seien. Drei von vier Wirten wollen aufgrund dieser Entwicklung das Angebot an Topweinen reduzieren und weniger bekannte heimische Erzeuger, aber auch mehr ausländische Weine ins Sortiment nehmen. (APA, Der Standard, Printausgabe, 14.03.2002)

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