33 000 Katastrophenopfer 2001

13. März 2002, 21:26
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Alleine das Erdbeben in Indien forderte als größte Katastrophe 15.000 Tote

Zürich - Das Erdbeben im indischen Gujarat war mit schätzungsweise 15.000 Toten die größte Katastrophe des vergangenen Jahres. An zweiter Stelle stand laut einer am Mittwoch veröffentlichten Übersicht des Schweizer Rückversicherers Swiss Re der Anschlag in New York vom 11. September, bei dem fast 3.000 Menschen ums Leben kamen.

Für die Versicherer habe der Anschlag eine neue Bedrohungsdimension deutlich gemacht, hieß es weiter. Gemessen an den Sachschäden war der New Yorker Anschlag der schlimmste Versicherungsfall des Jahres. Schätzungsweise 19 Milliarden Dollar (21,8 Mrd. Euro) seien auf Sach- und Betriebsunterbrechungsschäden im Zusammenhang mit dem Anschlag entfallen. Außerdem müsse die Versicherungswirtschaft Haftpflicht- und Lebensversicherungsschäden aus dem Anschlag decken, deren Höhe auf weitere 16,5 bis 39 Milliarden sfr (11,24 Mrd. bis 26,6 Mrd. Euro) geschätzt werde.

Insgesamt kamen bei von Menschen verursachten bzw. Naturkatastrophen im Jahr 2001 weltweit über Erdbeben in Indien ums Leben. Die gesamte Katastrophen-Schadenbelastung betrug 34,4 Milliarden Dollar; davon waren 24,4 Milliarden Dollar auf so genannte Man-made-Schäden zurückzuführen.

Kriterien der Versicherbarkeit nicht zu erfüllen

Kopfzerbrechen bereitet der Versicherungsbranche der Anschlag in New York mit einer Schadensumme, die sonst aus Naturkatastrophen bekannt war. So kostete der Hurrikan Andrew die Branche rund 20 Milliarden Dollar. Seit dem Anschlag sehe sich die Versicherungswirtschaft einer neuen Bedrohungsdimension gegenüber, die die Deckung von Terrorrisiken in Frage stelle. Die gängigen Kriterien der Versicherbarkeit seien gegenwärtig nicht erfüllt. Eine Lösung müsste nach Ansicht von Swiss Re den Staat als Versicherer der letzten Instanz sowie eine Pflichtversicherung enthalten. (APA/ag.)

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