Salman Rushdie über Österreich in "größter Sorge"

14. März 2002, 14:05
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In einem Interview sprach er über eine "gespaltene Gesellschaft" und eine "krypto-faschistische Bewegung"

Wien - In einem Interview mit der Info-Illustrierten "News" äußert sich der auch unfreiwllig politisch engagierte Autor Salman Rushdie, dessen Roman "Wut" in Kürze im Fest-Verlag erscheint und der - irgendwann im April - zu einer Lesung nach Wien kommen wird, auch über die österreichische Innenpolitik:

"Faszinierend an Österreich ist seine gespaltene Gesellschaft: Der Aufstieg der extremen Rechten hat die liberale Gegenbewegung gezwungen, dem Paroli zu bieten. Weil es plötzlich einen 'richtigen Feind' gab."

Die Lage in Europa sei unterschiedlich: "Le Pen in Frankreich ist auf dem Abstellgleis, dafür gibt es Erfolge der Rechten in Italien. Doch am gefährlichsten ist es in Österreich, weil sie am nächsten zur Macht sind, als Teil der Regierung. Deshalb sehe ich Österreich mit größter Sorge, da diese krypto-faschistische Bewegung in der Lage ist, Entscheidungen auf Staatsebene zu treffen." (APA)

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