US-Militär mahnt Softwareriesen

13. März 2002, 15:43
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Sicherheit der Produkte muss "dramatisch" erhöht werden

Wie Zeitung "USA Today" berichtet, ist die US-Luftwaffe mit der Sicherheit der Produkte von Microsoft, Cisco und andere IT-Unternehmen nicht zufrieden. Wenn die Sicherheit nicht zunehme, werde man in Zukunft die Aufträge an andere Firmen vergeben.

Kunden haben schlechte Qualität toleriert

Der Informationschef der Luftwaffe, John Gilligan, erkläte zudem, dass Microsoft und andere Unternehmen in der Vergangenheit Produkte von "relativ niedriger Qualität" geliefert hatten. Die Firmen seine davon ausgegangen, dass die Kunden die mindere Qualität in der Hoffnung auf Nachbesserungen tolerieren würden.

Es geht um viel Geld

Gerade wurde das Militärbudgets um 48 Milliarden USD und des Budgets für die Zivilverteidigung auf 38 Milliarden USD erhöht – da machen sich natürlich High-Tech-Firmen Hoffnungen auf neue Aufträge. Allein die Luftwaffe besitzt einen Technologie-Etat von sechs Milliarden USD. Microsoft ist nach Angaben des Militärs der größte Technologielieferant der Luftwaffe. Doch wird in Zukunft mangelnde Sicherheit nicht mehr toleriert werden: "Wir können uns keine Ausfälle leisten, und wer uns die besten Lösungen anbietet, mit dem werden wir Geschäfte machen", so Gillian.

Kein Zufall

Es handelt sich also um keinen Zufall, dass Sicherheit bei Microsoft groß geschrieben wird. Im Rahmen von "Trustworthy Computing" hat Sicherheit die erste Priorität bei MS-Produkten. Um das zu unterstreichen, hat sogar Bill Gates persönlich ein Memo an 47.000 Microsoft-Angestellten verschickt.(Der Webstandard berichtete) Nun wird dabei erst klar, dass es sich dabei nicht nur um eine Aufruf zur Verbesserung der eigenen Produkte handelte, sondern das Microsoft tatsächlich massive Nachteile zu befürchten hat, sollte ihr "Sicherheitsproblem" nicht gelöst werden. (red)

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