Simbabwes Oppositionsführer Tsvangirai erkennt Wahlergebnis nicht an

13. März 2002, 12:53
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MDC-Chef: "Volk von Simbabwe ist betrogen worden"

Harare - Oppositionsführer Morgan Tsvangirai will das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Simbabwe nicht anerkennen. Die Bürger seien "betrogen" worden, sagte Tsvangirai am Mittwoch. Nun seien "intensive Beratungen" im Gange und die Bevölkerung müsse entscheiden, was sie tun wolle. "Das Volk von Simbabwe weiß, dass das veröffentlichte Ergebnis nicht den Willen der Bevölkerung widerspiegelt." Auch Menschenrechtsgruppen und internationale Wahlbeobachter sind der Ansicht, dass bei einem freien und unbehinderten Urnengang Tsvangirai Sieger geworden wäre.

Die Wahlkommission hatte zuvor Amtsinhaber Robert Mugabe zum Sieger der von Manipulationen und Gewalttaten überschatteten Wahl erklärt. Demnach erhielt der seit 22 Jahren regierende Präsident 1.685.212 Stimmen und damit 56,2 Prozent. Auf Tsvangirai von der Partei Bewegung für den Demokratischen Wandel (MDC) entfielen laut offiziellem Ergebnis 1.258.758 oder 41,9 Prozent der Stimmen.(APA)

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