EU-Vertreter unterstützen UNO-Resolution

13. März 2002, 11:44
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Verheugen: Der Vernunft eine Chance geben

Straßburg - Nach der jüngsten Resolution des UNO-Sicherheitsrats zum Nahen Osten haben auch hohe Vertreter der EU eindringlich ein Ende der Gewalt gefordert. Nun müsse der "Vernunft eine Chance" gegeben werden, betonte EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg.

Der spanische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Josep Pique bekräftigte die in der Resolution enthaltene Vision von zwei Staaten, Israel und Palästina. Dabei müsse es sich um zwei "anerkannte und in jedem Sinne lebensfähige Staaten" handeln, sagte er. Nachdrücklich forderte Pique eine internationale Abstimmung in der Nahost-Frage. Die EU, die USA, Russland und die Liga der Arabischen Staaten, die Ende des Monats in Beirut zu einem Gipfel zusammenkommen, müssten sich konzertieren.

Der Präsident des Europaparlaments, Pat Cox, mahnte, der Nahe Osten dürfe nicht in ein Schlachtfeld verwandelt werden. Zugleich kündigte der irische Liberale an, er werde den israelischen Außenminister Shimon Peres und Palästinenserpräsident Yasser Arafat ins Europaparlament einladen. Er selbst sei bereit, gemeinsam mit dem Präsidenten des israelischen Parlaments, Avraham Burg, nach Ramallah zu fahren und dort mit dem palästinensischen Parlamentspräsidenten Abu Ala zusammenzutreffen.(APA)

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