Für FPÖ kommt Anhebung "nicht in Frage"

13. März 2002, 10:49
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Gaugg gegen "Ho-Ruck-Aktionen von unbetroffenen Professoren" - Keine Verunsicherungen

Wien - Eine Angleichung des Frauenpensions-Antrittsalters bereits ab 2005 "kommt nicht in Frage", betont FPÖ-Sozialsprecher Reinhart Gaugg am Mittwoch im Gespräch mit der APA. "Es gibt eine Vereinbarung, und die Pensionsfrage wollen wir mittel- und langfristig lösen. Da können uns Ho-Ruck-Aktionen von unbetroffenen Universitätsprofessoren und angeblichen Experten nicht vom Weg abbringen". Gaugg: "Es bleibt wie vereinbart", also Beginn der Angleichung des unterschiedlichen Pensionsalters von Frau und Mann ab 2019.

Der FPÖ-Sozialsprecher betonte auch die Wichtigkeit der "Lebensplanung. Die erfolg mittelfristig". Es sei immer interessant zu sehen, wie viele bei den Pensionen etwas forderten. "Aber wenn man die Praxis betrachtet, ist es heute so, dass Frauen im Banken- oder Versicherungsbereich schon mit 50 Jahren in die Pension geschickt werden. Da soll man lieber schon bestehende Vereinbarungen nützen. Da brauche ich nicht ständig von einer Erhöhung des Pensionsalters reden. Damit betreibe ich Verunsicherung", kritisiert Gaugg.

Eine von der Regierung eingesetzte Expertenkommission tritt dafür ein, das gesetzliche Pensionsalter für Frauen "schon beginnend mit 2005" auf 65 Jahre anzuheben und damit den Männern anzugleichen. Derzeit ist verfassungsgesetzlich verankert, dass das niedrigere Pensionsalters für Frauen in Frühpension ab 2019 schrittweise an jenes der Männer angeglichen wird, bei den Alterspensionen soll die Angleichung von 60 auf 65 Jahre erst ab 2024 erfolgen. Das Vorziehen der Erhöhung des Frauenpensionsalters werde nun "von vielen Mitgliedern der Arbeitsgruppe" als "Königsweg" angesehen, meinte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, der Sozialrechtler Ulrich Runggaldier, in der "Presse". (APA)

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