Pensionsalter: Expertenkommission für Anhebung bei Frauen auf 65 ab 2005

13. März 2002, 10:46
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ÖGB-Mitglieder der Kommission dagegen

Wien - Eine von der Regierung eingesetzte Expertenkommission tritt dafür ein, das gesetzliche Pensionsalter für Frauen "schon beginnend mit 2005" auf 65 Jahre anzuheben und damit den Männern anzugleichen. Derzeit ist verfassungsgesetzlich verankert, dass das niedrigere Pensionsalters für Frauen in Frühpension ab 2019 schrittweise an jenes der Männer angeglichen wird, bei den Alterspensionen soll die Angleichung von 60 auf 65 Jahre erst ab 2024 erfolgen. Das Vorziehen der Erhöhung des Frauenpensionsalters werde nun "von vielen Mitgliedern der Arbeitsgruppe" als "Königsweg" angesehen, berichtet die "Presse" (Mittwoch-Ausgabe).

Allerdings haben sich die vom ÖGB in die Kommission entsandten Mitglieder strikt gegen eine Änderung der geltenden Regelung zum Frauenpensionsalter ausgesprochen. Im Parlament wäre derzeit neben den Stimmen der Koalition ein Ja der SPÖ für eine Neuregelung notwendig. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, der Sozialrechtler Ulrich Runggaldier, sieht dagegen das höhere Frauenpensionsalter als "das entscheidende Instrument der Sicherung der Pensionssysteme überhaupt". (APA)

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