Palästinenser und Israelis reagieren positiv auf Resolution des UNO-Sicherheitsrats

13. März 2002, 09:36
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Papier als "Fortschritt" bezeichnet

Doha/Jerusalem - Die palästinensische Führung hat die erstmalige Nennung eines Staats "Palästina" in einer Resolution des UNO-Sicherheitsrats begrüßt. Der Generalsekretär des palästinensischen Kabinetts, Ahmed Abdel Rahman, bezeichnete die Resolution in einem Interview mit dem katarischen Fernsehsender Al Jazeera am Mittwoch als "Fortschritt". Der Text bedeute eine "starke internationale Unterstützung für den tapferen Widerstand des palästinensischen Volks gegen die israelische Kriegsmaschine".

Auch Israel sieht in der Resolution einen guten Ausgangspunkt für den Friedensprozess im Nahen Osten. Der israelische UNO-Botschafter Jehuda Lancry habe den Text "positiv aufgenommen". hieß es von israelischer Seite. Das israelische Außenministerium werde die Resolution 1397 prüfen und in Kürze eine offizielle Stellungnahme veröffentlichen. Der israelische Rundfunk wies unterdessen daraufhin, dass sich Ministerpräsident Ariel Sharon bereits für die Gründung eines palästinensischen Staates ausgesprochen habe.

In der von den USA eingebrachten und am späten Dienstagabend (Ortszeit) verabschiedeten Resolution zur Lage im Nahen Osten ist die Rede von der "Vision einer Region, in der zwei Staaten, Israel und Palästina, Seite an Seite innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen existieren". Die Entschließung verlangt ein "sofortiges Ende aller Gewaltakte, einschließlich Terrorakten, Provokationen und Zerstörung". Vierzehn Staaten stimmten der Resolution zu, Syrien als nicht-ständiges und einziges arabisches Mitglied enthielt sich. (APA)

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