Palästinenser töten mutmaßlichen Kollaborateur

13. März 2002, 06:32
9 Postings

Leiche öffentlich zur Schau gestellt

Ramallah - Radikale Palästinenser haben einen Mann getötet, der mit Israel kollaboriert haben soll, und seine Leiche öffentlich zur Schau gestellt. Sie wurde am Dienstagabend auf einem Platz in Ramallah aufgehängt. Der Mann, der das israelische Militär auf die Spur eines palästinensischen Extremisten geholfen haben soll, war erschossen worden. Die der Al Fatah von Palästinenserpräsident Yasser Arafat nahe stehenden Al-Aksa-Brigaden erklärten, sie hätten die Tat begangen.

Es war das erste Mal seit der Eskalation der Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis vor 17 Monaten, dass der Leichnam eines mutmaßlichen Kollaborateurs öffentlich zur Schau gestellt wurde. Bisher fanden solche Morde meist in der Nacht statt; mehrere der Kollaboration verdächtige Menschen sitzen auch in palästinensischen Gefängnissen ein. Während der ersten Intifada 1987 bis 1993 waren mehr als 800 mutmaßliche Kollaborateure von Palästinensern getötet worden. (APA)

Share if you care.