Mittelamerikaner wollen Freihandelsabkommen mit USA

13. März 2002, 06:29
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Mehr an Auslandsinvestitionen erhofft

Managua - Die Länder Mittelamerikas wollen mit den USA ein Freihandelsabkommen abschließen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die die Staatschefs von Nicaragua, Guatemala, El Salvador, Honduras, Costa Rica und Panama am Dienstag (Ortszeit) bei einem Treffen im nicaraguanischen Pazifikbadeort Pochomil.

Wie Nicaraguas Präsident Enrique Bolanos mitteilte, erwartet sich die Region von einem solchen Abkommen mehr Investitionen und Arbeitsplätze. Dies würde auch die illegale Einwanderung von Mittelamerikanern in die USA bremsen.

Die Staatschefs Mittelamerikas - ohne Panama - werden am 24. März in San Salvador mit US-Präsident George W. Bush zusammentreffen und diesem ihr Anliegen vortragen. Panamas Präsidentin Mireya Moscoso sagte, sie wolle am 26. März ebenfalls Gespräche mit Washington aufnehmen.

Die USA hatten im Rahmen des 1994 in Kraft getretenen NAFTA- Vertrages zum ersten Mal ein Freihandelsabkommen mit einem lateinamerikanischen Schwellenland - Mexiko - abgeschlossen. Als Folge stieg der Handelsaustausch zwischen den USA und Mexiko stark an, ein Mehr an Auslandsinvestitionen stabilisierte die mexikanische Zahlungsbilanz, doch die mexikanische Landwirtschaft leidet schwer unter billigen Importen. (APA)

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