Uralte Schrein-Zeremonie für japanische Prinzessin Aiko

14. März 2002, 16:58
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Hofdienerin brachte die am 1. Dezember geborene Prinzessin zu drei heiligen Stätten auf dem Gelände des Palastes

Tokio - Für Prinzessin Aiko, erstes Kind des japanischen Kronprinzenpaares, hat der Kaiserhof am Mittwoch ein jahrhundertealtes Schrein-Zeremoniell vollzogen. Eine Hofdienerin brachte die am 1. Dezember geborene Prinzessin zu drei heiligen Stätten auf dem Gelände des mitten in Tokio gelegenen Palastes. Dort wird früheren Kaisern gedacht. Die Eltern des Kindes, Kronprinz Naruhito und Kronprinzessin Masako, waren dem strengen Hofritual folgend bei dem Pilgergang allerdings nicht vorgesehen.

Die Zeremonie ähnelt der im Volk gepflegten uralten Tradition, bei der man mit Neugeborenen zum ersten Mal zu einem Schrein der japanischen Ur-Religion Shinto pilgert, um den Schutz der Götter zu erbitten. Bei der Hofzeremonie trug Prinzessin Aiko ein kostbares Gewand, das ihre Großeltern, Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko, ihr am siebten Tag nach der Geburt zur Namensgebung hatten überbringen lassen. Das Gewand wurde mit Fäden von Seidenraupen angefertigt, die die Kaiserin auf dem Palastgelände gezüchtet hat. Nach der Zeremonie trifft Prinzessin Aiko das kaiserliche Paar offiziell zum ersten Mal. (APA)

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