Mexikanische Menschenrechtlerin soll Selbstmord begangen haben

12. März 2002, 16:19
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Verteidigte als Rechtsanwältin Indigenas und Guerilleros

Mexiko-Stadt - Die mexikanische Rechtsanwältin Digna Ochoa, deren gewaltsamer Tod im Oktober vorigen Jahres international für Aufsehen gesorgt hatte, soll Selbstmord begangen haben. Dies berichtete die Zeitung "Reforma" am Dienstag unter Berufung auf Ermittler der Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt. Die Pistole, mit der Ochoa getötet wurde, sei ihre eigene gewesen, und die beiden Schüsse, die sie in Bein und Kopf trafen, seien aus nächster Nähe abgegeben worden, hieß es.

Digna Ochoa hatte sich in Mexiko als Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin einen Namen, aber auch viele Feinde gemacht. Sie hatte unter anderem Aktivisten der indianischen Ureinwohner, linke Guerilleros und radikale Umweltschützer verteidigt und deshalb seit 1995 immer wieder Morddrohungen erhalten. (APA/dpa)

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    Digna Ochoa bei einer Ehrung durch amnesty international im Jahr 2000 (überreicht durch den Schauspieler Martin Sheen)

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