Britische Studentin von Krokodil getötet

12. März 2002, 15:17
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Kenianischer Badesee galt als "sicher"

Eine britische Studentin ist in einem als Badeort geltenden See in Kenia von einem Krokodil angefallen und getötet worden. Die 18-jährige Amy sei im Lake Chala eine Runde geschwommen, als sie auf dem Rückweg zum Ufer plötzlich zu schreien angefangen habe, berichtete Amys Freundin Elspeth in der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph" vom Dienstag. "Ich habe meine Hand nach ihr ausgestreckt, aber ein paar Sekunden später war sie verschwunden."

Die Freundin sei noch einmal aufgetaucht und habe geschrieen: "Es hat meinen Fuß, es ist ein Krokodil!", dann sei sie endgültig untergegangen. Ein Freund sei ihr nachgeschwommen, habe aber nur eine Sandale gefunden. Der verstümmelte Körper der jungen Frau wurde am Montag drei Tage nach dem Unglück entdeckt. Die Leiche wurde der Autopsie übergeben.

Der Lake Chala nahe der Grenze zu Tansania wird in Reiseführern als Badesee aufgeführt. Auf Internetseiten heißt es, im Wasser gebe es nur kleinere ungefährliche Krokodile. Die Polizei räumte dagegen ein, dass die Tiere eine Länge von sieben Metern erreichen, wie der "Daily Telegraph" weiter berichtete. Amy war für viereinhalb Monate als Hilfsarbeiterin einer Wildhüter-Organisation nach Kenia gereist. (APA/AFP)

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