Winona Ryder doch keine Diebin?

12. März 2002, 15:10
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Überwachungsvideo entlastet mutmaßliche Ladendiebin - Widerspruch zu Polizeiangaben

Das Überwachungsvideo einer Boutique in Los Angeles soll die US-Schauspielerin Winona Ryder einem Fernsehbericht zufolge vom Vorwurf des Ladendiebstahls entlasten. Die Redaktion der US-Fernsehshow "Extra" hat nach eigenen Angaben vom Dienstag den gut einstündigen Mitschnitt erhalten, der Ryder Ende Dezember vergangenen Jahres in einem Laden auf dem Wilshire Boulevard in Beverly Hills, eine der teuersten Einkaufsmeilen der Stadt, zeigt.

Widerspruch zu Polizeiangaben

Es sei zu sehen, wie die 30-Jährige mehrere Hüte anprobiere, Lippenstift auftrage und dann von Sicherheitsleuten am Verlassen des Geschäftes gehindert werde. Auch eine genaue Einzelbild-Untersuchung gebe jedoch keinen Hinweis darauf, dass Ryder versucht habe, an Kleidern Sensoren zur elektronischen Diebstahlsicherung zu entfernen. Damit stehe die Aufzeichnung im Widerspruch zu Angaben der Polizei.

Entlastendes Video

Die Schauspielerin soll sich wegen Ladendiebstahls und weiterer Vorwürfe vor Gericht verantworten. Sie wird beschuldigt, Kleidung, Handtaschen und Haarkosmetik im Wert von insgesamt 4.800 Dollar (etwa 5.500 Euro) gestohlen zu haben. Außerdem wird ihr Vandalismus und unterlaubter Medikamentenbesitz vorgehalten. Ryder selbst, die nach einer Festnahme gegen Kaution wieder auf freien Fuß kam, hat die Vorwürfe in einer Gerichtsanhörung Anfang Februar als falsch zurückgewiesen. "Extra" wollte seinen Bericht über das angeblich entlastende Überwachungsvideo noch am Dienstag (Ortszeit) ausstrahlen.

Ryder war 1995 für den Film "Betty und ihre Schwestern" für einen Oscar als beste Schauspielerin und im Jahr zuvor einen Oscar als beste Nebendarstellerin in dem Film "Die Zeit der Unschuld" nominiert worden. Im August vergangenen Jahres hatte sie in London die Dreharbeiten für einen neuen Film abgebrochen, da sie wegen starker Magenschmerzen ins Krankenhaus musste. Anfang der neunziger Jahre war sie wegen Depressionen, Angstanfällen und Erschöpfung in stationärer Behandlung. (APA/Reuters)

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