Herzprobleme durch Luftverschmutzung nachgewiesen

12. März 2002, 14:30
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Partikel dringen in Blutstrom ein und bewirken Freisetzung von Zytokinen

Dallas - Starke Luftverschmutzung führt dazu, dass sich die Blutgefäße im Körper zusammenziehen. Durch die Verengungen können im Laufe von Jahren vor allem bei anfälligen, aber nach jüngster Erkenntnis selbst bei gesunden Menschen Herzattacken und andere Herz- und Kreislauf-Probleme auftreten. Das wiesen Forscher aus den USA und Kanada nach. Im Fachblatt "Circulation" berichten sie, dass sich die Blutgefäße von Studienteilnehmern nach zweistündigem Aufenthalt in einem Raum mit stark verschmutzter Luft zwischen zwei und vier Prozent verengt hatten. Beim Einatmen sauberer Luft war dagegen keine Veränderung an den Gefäßen festzustellen.

Als Ursache für die Reaktion der Arterien nennen die Autoren, Robert Brook von der Universität Michigan und sein Bruder Jeffrey Brook von der Universität Toronto, winzige Partikel von Kohlenstoff, Eisen oder auch Zink in verschmutzter Luft. Sie setzen sich beim Einatmen tief in die Lunge und gelangen von dort auch in den Blutstrom, heißt es. In der Annahme, dass es sich bei diesen winzigen Teilchen um Bakterien, Viren oder andere Eindringlinge handelt, reagiert das Immunsystem des Körpers mit der Freigabe von Zytokinen. Diese chemischen Stoffe sind dafür bekannt, dass sie Entzündungsprozesse auslösen und die Blutgefäße verengen. (APA)

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