Sputnik - Ein Open-Source- Wireless-Network

12. März 2002, 19:04
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Abseits vom Medienrummel entwickelt sich ein sicheres und billiges kabelloses Netzwerk

Abseits vom großen Medienrummel wurde im April 2001 die Firma Sputnik von David L. Sifry, Arthur Tyde und David LaDuke, Mitbegründer der Linux-Service-Firma Linuxcare, gegründet. Ziel war es, ein sicheres und kostengünstiges drahtloses Netzwerk zu schaffen. Es brauchte eine Weile, bis das Projekt an die Öffentlichkeit gelangte, denn nach eigenen Angaben wollte man keinen Hype provozieren bevor überhaupt ein funktionierendes Produkt existiere.

Einfache Bedienung

Nach Firmenangaben muss lediglich die Software downgeloadet werden und schon hat man ein funktionierendes drahtloses 802.11b-Netzwerk. So genannte "Sputnik Access Points" gibt es bereits in Detroit, Los Angeles, New York, San Francisco, Seattle und San Diego.

Der User braucht nun nur mit seinem Laptop (mit der entsprechenden Netzwerkkarte ausgestattet), oder in Zukunft auch mit einem 802.11b-fähigem-Handy die "Sputnik Coverage Area" betreten und den Computer starten. Das Netz wird automatisch erkannt, der User loggt sich ein und kann im Internet surfen. Die Datenübertragungsrate soll maximal 11 Mbps betragen.

Wie es funktioniert

Sputnik arbeitet mit Privatpersonen oder Firmen zusammen die über eine DSL oder T-1 Standleitung verfügen. Diese Firmen stellen einen Teil ihrer Bandbreite zur Verfügung. Dafür können sie das drahtlose Netzwerk überall benützen - und "roamen" dann gegebenenfalls bei einer anderen Firma. In Zukunft werden sich aber auch Privatpersonen in das Sputnik-Netz einloggen. Ein Teil der so rekrutierten Gebühren könnte dann an die mit Sputnik zusammenarbeitenden Firmen weitergegeben werden.

Der Code steht unter GNU GPL, die Produkte der Firma werden unter der Open Source-Lizenz released. (red)

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