Immer mehr afghanische Flüchtlinge kehren in die Heimat zurück

12. März 2002, 13:40
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Seit Anfang März 18.500 aus Pakistan zurückgekehrt

Genf - Die Zahl der afghanischen Flüchtlinge, die den Weg aus dem Exil in ihre Heimat suchen, steigt weiter. Allein am Montag kehrten mehr als 5.300 Menschen in ihre Häuser zurück, sagte am Dienstag in Genf der Sprecher des UNO-Hilfswerks UNHCR, Kris Janowski. Die Meisten hätten bisher im Niemandsland zwischen Afghanistan und Pakistan in zeltähnlichen Behausungen auf Frieden in ihrem Land gewartet. Seit Anfang März sind laut Janowski etwa 18.500 Flüchtlinge aus Pakistan zurückgekehrt.

Viele Flüchtlinge kehrten in die heimischen Regionen zurück, um ihre Felder rechtzeitig zu bestellen und nicht noch einen weiteren Winter in den Lagern verbringen zu müssen. "Die Familien stehen Schlange vor unseren Anmeldebüros", sagte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Jean-Philippe Chauzy. Die Flüchtlinge erhalten in den IOM-Büros neben einem Zelt jeweils 50 Kilogramm Getreide, Samen und Dünger sowie Werkzeug für die Feldarbeit.

Im Nachbarland Pakistan sind offiziell zwei Millionen afghanische Flüchtlinge registriert, in Iran warten 1,5 Millionen Menschen auf ihre Heimkehr nach Afghanistan. Nach wie vor laufen Vorbereitungen des UNHCR für die freiwillige Rückkehr von 1,2 Millionen Afghanen aus diesen beiden Ländern noch in diesem Jahr.(APA/dpa)

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    foto: epa/rob elliott
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