Liebeskummer, Hunger und der Chef

17. März 2002, 15:36
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Die größten Kreativkiller laut Page-Umfrage

Partnerschaftsprobleme blockieren jede Kreativität, und das Blättern in Zeitschriften inspiriert am stärksten. Das hat eine Umfrage der Designer-Zeitschrift Page (Profi-Magazin für digitale Gestaltung und Medienproduktion) unter ihren Lesern ergeben. Von 500 Befragten sind 78 Prozent der Meinung, dass im Kopf nichts mehr geht, wenn es zu Hause nicht läuft. Auf dem zweiten Platz steht der Hunger - 77 Prozent fällt bei knurrendem Magen partout nichts ein, und mit großem Abstand (63 Prozent) wird auf dem dritten Platz die Schere im Kopf als Kreativitätskiller genannt.

Der Chef als negatives Element

Der Chef wird von beinahe zwei Dritteln der Befragten als negatives Element im schöpferischen Prozess empfunden; 60 Prozent der Befragten erklären: "Der Anblick meines Chefs killt meine Kreativität." Lediglich 10 Prozent gestehen ihrem Vorgesetzten eine positive Wirkung zu.

Dumme Sprüche, Zigaretten, Zeitdruck und Kuchen

Nach dem Chef folgen im Negativ-Ranking dumme Sprüche von Kollegen mit 59 Prozent. Unbeliebt ist auch die Zigarette, 48 Prozent können nicht mehr denken, wenn der Glimmstengel qualmt! Zeitdruck bezeichnen 46 Prozent als Kreativitätskiller, fast genauso viele (40 Prozent) fühlen sich aber durch die Uhr auch positiv getrieben. 41 Prozent aller Befragten fällt nach einem Stück Kuchen gar nichts mehr ein, 30 Prozent haben danach allerdings wieder kreative Energie. Und wie wirkt Alkohol? Jeder Dritte (38 Prozent) macht nach „einem oder mehreren Gläsern Wein, Sekt oder Bier schlapp" – 42 Prozent der Befragten glauben aber, danach noch einfallsreicher zu sein.

Die beliebtesten Braintools

Was fördert die Kreativität? Beliebtestes Braintool ist mit 86 Prozent der Nennungen das Blättern in Zeitschriften. 82 Prozent (Platz 2) haben auf Spaziergängen die besten Ideen, und 79 Prozent (Platz 3) finden das Gespräch mit Kollegen konstruktiv und erfolgreich. 77 Prozent lassen sich von Kunstausstellungen anregen, Bleistift, Marker & Co. inspirieren 74 Prozent aller Befragten. 73 Prozent gibt die Sonne den kreativen Kick, und 72 Prozent macht die morgendliche Dusche fit im Kopf. 68 Prozent entwickeln ihre besten Gedanken beim Lesen eines Buches. Generell verleiht die Liebe kreative Flügel, meinen zwei Drittel der Befragten (67 Prozent), manchmal auch bereits ein kleiner Flirt (62 Prozent). (red)

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