Auf und Ab der Frauenarbeit

12. März 2002, 14:15
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Steigende Beschäftigung ist vor allem durch Teilzeitjobs bedingt

Wien - Eine deutliche Zunahme der Arbeitslosigkeit um 14 Prozent und einen weiterhin markanten Rückgang der Vollzeitstellen um 27.000 auf Jahresbasis ergab eine Mikrozensus-Erhebung der Statistik Austria für Dezember 2001. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen ist im Dezembervergleich um 28.000 gestiegen, allerdings vor allem durch mehr Teilzeitjobs.

Steigende allgemeine Arbeitslosigkeit

Die absolute Zahl der Arbeitslosen nach internationaler Definition war (nach plus 8 Prozent im September) im Dezember 2001 mit 147.000 um 14 Prozent höher als im Dezember 2000 und damit fast wieder auf dem Niveau von Ende 1998 von damals 152.000. Die Anzahl der Vollzeiterwerbstätigen sank von 3,092.000 im Vorjahresmonat um 0,8 Prozent auf 3,065.000.

Steigende Teilzeitarbeit

Die Teilzeitarbeit legte hingegen kräftig um 53.000 bzw. um 9 Prozent zu. Bei 630.000 Teilzeit-Beschäftigten (Männer: 92.000, Frauen: 538.000) liegt die Teilzeitquote nun bei 17,1 Prozent (4,3 Prozent der Männer, 34,2 Prozent der Frauen) deutlich höher als vor einem Jahr mit damals 15,7 Prozent. Besonders gestiegen ist die Teilzeitbeschäftigung der Frauen, die mit 488.000 Beschäftigten um 10 Prozent höher als im Dezember 2000 lag.

Durch diesen Anstieg der Teilzeitarbeit konnte ein wenn auch nur geringes Wachstum der gesamten Erwerbstätigkeit auf 3,808.000 Personen (einschließlich Präsenzdiener und Personen im Elternurlaub) verzeichnet werden; die Zunahme von 19.000 oder 0,5 Prozent war etwa gleich hoch wie im September mit 0,4 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2001 (vorläufige Werte) ist die Zahl der Arbeitslosen nach internationaler Definition gegenüber 2000 um 2 Prozent von 139.000 auf 143.000 gestiegen, wobei sich vor allem die Beschäftigungschancen für Männer verschlechterten. Die Arbeitslosenquote der Frauen nach österreichischer Berechnung liegt dennoch auch 2001 mit 3,8 Prozent über jener der Männer mit 3,5 Prozent.

Höhere Frauen-Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt erhöhte sich trotz eines kleinen Rückgangs bei den Männern von 5.000 durch einen deutlichen Anstieg von 25.000 bei den Frauen auf insgesamt 3,798.000. (APA)

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