Stadt und Land

12. März 2002, 12:21
posten

Fotografiezeitschrift "Camera Austria" rückt Arbeiten von Manfred Willmann und Martin Prinzhorn in den Mittelpunkt

Graz - Die neue Ausgabe der Fotografie-Zeitschrift "Camera Austria" beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Stadt und Land in der zeitgenössischen Kunstproduktion. Manfred Willmanns Fotozyklus "Das Land" zeigt Bilder mit konstruierten Gegensätzen, während sich Martin Prinzhorn in seinem Essay mit dem Gegengewicht "Stadt" beschäftigt. Neben Künstlerbeiträgen und Essays widmet sich die aktuelle Ausgabe auch Ausstellungsprojekten und Buchveröffentlichungen.

Zum Hauptthema des Heftes finden sich auch Arbeiten von Takashi Homma, dessen entideologisierende Darstellungen von japanischen Vorstädten einen alltäglichen Raum zeigen. Es gibt in seinen Arbeiten keinen Verweis auf ein konstruiertes Anderes, das als Projektionsfläche für etwas wie "Heimat" herhalten könnte.

Vertreten sind auch Hermann Asselberghs, Els Opsomer und Ronny Vissers, die mit "Mondophrenetic" die Definition, Konstruktion und Analyse der Verflechtungen einiger Grundzüge unserer Kultur aus der Perspektive ihrer urbanen Umgebung analysieren.

Krystian Woznicki spürt in seinem Essay "Rethorik des Kontrollverlustes" den semiotischen Folgen des 11. September 2001 nach. Rainer Metzger bespricht das neue Buch von Terry Eagleton ("Was ist Kultur?"), Marie Röbl widmet sich der Monografie von Cora Pongracz und Sigrid Adorf schreibt über Linda Hentschels Werk "Pornotopische Techniken des Betrachters".

(APA)

"Camera Austria", Nr. 77/2002. Soeben erschienen, erhältlich im Zeitschriftenhandel zum Preis von 14 Euro. Informationen unter www.camera-austria.at
Share if you care.