Datenübertragungs-
leistung mit neuem Chip vertausendfacht

12. März 2002, 14:52
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Schweizer Forscher schafften Durchbruch

Lausanne - Forscher der ETH Lausanne haben den Durchbruch zu einer wesentlich leistungsfähigeren Fernmeldeübermittlung geschafft. Es sei gelungen, optische und elektronische Schaltkreise auf einem Siliziumchip zu integrieren, womit Fernmeldungen hundert- bis tausendmal schneller sortiert werden könnten, teilte die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne mit. Ein alter wissenschaftlicher Traum sei damit verwirklicht worden.

Eine große Schwierigkeit bei der Herstellung eines solchen opti-elektronischen Chips sei bisher die Erwärmung der Schaltkreise gewesen, denn dies habe die korrekte Unterbrechung der Lichtflüsse und damit auch eine zuverlässige Datenübermittlung verhindert. Die ebenso einfache wie effiziente und bereits patentierte Lösung fand Paolo Dainesi vom Laboratoire de metrologie et photonique (MET): Der Lichtkanal wird in zwei Teile aufgeteilt, wobei jeder die selbe elektrische Leistung aufnimmt und sich damit auch gleich stark erwärmt. Der Schaltkreis befinde sich damit in einem thermischen Gleichgewicht.

Die ETH weist darauf hin, dass die elektrischen Kabel in den meisten Fernmeldenetzen bereits durch die Lichtleitfaser ersetzt wurden. Die Router dagegen - die Weichensysteme zur Steuerung des Informationsflusses - bestehen bis heute noch immer ausschließlich aus elektronischen Chips. (APA)

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