USA: Seit Terroranschlägen in 1,1 Millionen Jobs gestrichen

12. März 2002, 09:44
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Kündigungswelle führt zu Wandel in Einstellung zur Arbeit

Washington - Seit den Anschlägen vom 11. September sind in den USA gut 1,1 Millionen Stellen gestrichen worden. Im Monatsdurchscnitt seien im vergangenen halben Jahr 196.000 Jobs weggefallen, rechnete am Montag (Ortszeit) die Beraterfirma Challenge, Gray und Christmas in Washington vor. Dies habe auch bedeutende psychologische Auswirkungen: "Der emotionale Schock der Anschläge vom 11. September und die immer neuen Ankündigungen von Kündigungen haben die Einstellungen der Amerikaner zur Arbeit verändert", konstatierte die Beraterfirma. Immer mehr Menschen akzeptierten niedrigere Löhne, wechselten den Job oder wendeten sich ganz vom Berufsleben ab, um ihre Träume anderswo zu verwirklichen.

"Die enormen Jobverluste könnten die Loyalität der Angestellten gegenüber dem Arbeitgeber vor allem in größeren Betrieben verringert haben", erklärte die Beraterfirma weiter. "Sie haben bei vielen die Idee verstärkt, dass die persönliche Zufriedenheit wichtiger ist als ein hoher Lohn." Deshalb würden immer mehr Beschäftigte lieber weniger gut bezahlte Jobs in kleinen Unternehmen annehmen. Sie hofften, dass die Arbeit dort "flexibler und familiärer" sei.(APA)

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