Anhörung im Microsoft-Prozess um eine Woche verschoben

12. März 2002, 09:17
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Richterin will weitere Informationen

Der Beginn der Anhörung über die von neun US-Staaten geforderten härteren Strafen gegen den Softwarekonzern Microsoft ist um eine Woche verschoben worden. Die Richterin in dem Kartellrechtsprozess, Colleen Kollar-Kotelly, setzte ihn nun auf den 18. März an. Gefordert wird unter anderem eine "modulare" Version von Windows, damit sich Computerhersteller und auch Nutzer bei den von Microsoft zusätzlich zum Betriebssystem bereitgestellten Programmen auch für Konkurrenzprodukte entscheiden können.

Richterin will weitere Informationen

Skeptisch zeigte sich die Richterin aber bei Forderungen, Microsoft auch dafür zu bestrafen, dass sich die Firmen in neuen Bereichen wie den kleinen Handheld-Computern oder Set-Top-Boxen fürs Fernsehen mit seinen Betriebssystemen engagiert. Sie forderte beide Seiten auf, ihr weitere Informationen vorzulegen.

Schnelle Entscheidung versprochen

Die US-Regierung, neun Staaten und Microsoft haben sich im vergangenen Jahr auf eine außergerichtliche Einigung verständigt, die neun US-Staaten nicht weit genug geht. Kollar-Kotelly hörte sich in der vergangenen Woche auch die Argumente an, die für diese Einigung sprechen sollen und versprach eine schnelle Entscheidung. (APA/AP)

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