Digitale Signatur soll nun forciert werden

11. März 2002, 22:33
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Derzeit kaum Anwendungsmöglichkeiten

Zwei Anbieter für die Digitale Signatur, die insbesondere bei Behördenwegen das persönliche Vorsprechen unnötig machen soll, gibt es bereits auf dem Markt: A-Trust mit dem Produkt trustsign sowie Datakom mit asign. Mit einer Reihe von Projekten soll nun der Makel behoben werden, dass man Signaturkarten zwar erwerben kann, es jedoch noch keine Behördenstellen, Banken oder auch Onlineshops gibt, die E-Signaturen anstatt eigenhändiger Unterschriften annehmen. Einzige Ausnahme: Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft akzeptiert elektronische Unterschriften auf ihrer Homepage.

In den nächsten zwei Jahren

"Es sind jetzt eine ganze Reihe von Applikationen im Entstehen", sagt Josef Ferstl, Managing Director von A-Trust. "Wir glauben, dass sich die Signatur in den nächsten zwei Jahren breit durchsetzen wird." Neben Behörden, glaubt man bei A-Trust, würden vor allem Banken oder Versicherungen die Notwendigkeit dafür sehen - was sich auch darin manifestiert, dass an der A-Trust die wichtigsten heimischen Banken beteiligt sind.

So will man im Herbst mit einem mehrere Institute übergreifenden Projekt für Geschäftskunden starten, mit dem das derzeitige, sehr umständliche PIN-TAN-Verfahren (Persönliche Identifikationsnummer zum Einloggen, Transaktionsnummer als Unterschrift) abgelöst werden soll. Das Projekt "Multibank Standard System" soll erlauben, dass der Besitzer einer Signaturkarte seine Überweisungen online bei verschiedenen Banken tätigen kann. Weitere Projekte: Die 6000 Unternehmensberater in Niederösterreich werden derzeit mit einem Package ausgestattet, das Zertifizierungssoftware und Chipkarten-Lesegerät umfasst. Auch die 40.000 oberösterreichischen Unternehmen sollen "signaturfähig" werden. (ruz - Der Standard Printausgabe)

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