USA sperren Vermögen islamischer Hilfsorganisation

11. März 2002, 22:03
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Büros in Bosnien-Herzegowina und Somalia von Kampfmaßnahme gegen Terrorismus betroffen

Washington - Die Vereinigten Staaten haben im Kampf gegen den Terrorismus die Vermögenswerte einer islamischen Hilfsorganisation in Bosnien und Somalia eingefroren. US-Finanzminister Paul O'Neill erklärte am Montag, es gebe Beweise, dass Geld aus den Büros der Organisation in den beiden Ländern für terroristische Aktivitäten verwendet werde. Die betroffene Hilfsorganisation El Haramain hat ihren Sitz in Riad in Saudi-Arabien und unterhält Zweigstellen in mehr als 50 Ländern.

Auf ihrer Internetseite gibt El Haramain an, sie kläre mit Hilfe der Spenden die Menschen über muslimische Grundsätze auf, biete medizinische Hilfe und liefere Nahrungsmittel an Bedürftige. Außerdem werde der Bau von Schulen und Moscheen unterstützt.

Aus US-Regierungskreisen verlautete, das Büro der Organisation in Somalia stehe in Verbindung mit der El Kaida des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden. Das Büro in Bosnien unterhalte Kontakt zu einer terroristischen Organisation in Ägypten. O'Neill erklärte, die Sperrung des Vermögens geschehe mit Unterstützung der saudiarabischen Regierung.(APA/AP)

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