Minus für Handymarkt

11. März 2002, 19:58
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2001 weniger als 400 Millionen Mobiltelefone verkauft - Erstmals in der Geschichte der Industrie Rückgang gegenüber dem Vorgang

London - Im vergangenen Jahr ging der Verkauf von Mobiltelefonen erstmals in der Geschichte der jungen Industrie gegenüber dem Vorjahr zurück, berichtet der Marktforscher Gartner Dataquest. Die Gesamtzahl der verkauften Handys sank um 3,2 Prozent auf 399,6 Millionen Stück, ein dramatischer Unterschied gegenüber einem Wachstum von durchschnittlich 60 Prozent in den Jahren 1996 bis 2000.

Gesättigte Märkte in Europa, geringere Subventionen der Netzbetreiber beim Kauf, ein blühender Gebrauchtmarkt in Entwicklungsländern und graue Importe von Distributoren, die ihre Überbestände aus 2000 abbauten, hätten den Verkäufen geschadet, sagte Gartner Analyst Bryan Prohm.

Neue Funktionen zogen nicht

Den Herstellern sei es nicht gelungen, mit neuen Funktionen den Verkauf anzukurbeln. Konsumenten seien dem Datendienst GPRS, der als Schritt auf dem Weg zur nächsten Handygeneration UMTS gesehen wird, mangels interessanter Dienste ferngeblieben. Und eine schwache Gesamtwirtschaft dämpfte auch Handyverkäufe.

Nokia, dem Marktführer, ist es im vergangenen Jahr gelungen Anteile dazuzugewinnen. Über das Jahr gerechnet erreichte Nokia 35 Prozent, gegenüber 30,6 Prozent im Jahr 2000. Motorola konnte seinen Abwärtstrend stoppen und erzielte über das Jahr 14,8 Prozent, knapp über den 14,6 Prozent des Vorjahres. An dritter Stelle landete 2001 Siemens, dahinter Samsung, die damit Ericsson verdrängten. Ericsson war der größte Verlierer des Vorjahres, der nur noch 5,5 Prozent Anteil nach zehn Prozent im Vorjahr erreichte. Die kombinierten Anteile von Sony und Ericsson lagen 2001 bei 8,5 Prozent, womit das neue Joint Venture an dritter Stelle liegen würde. (Reuters, red)

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