Männer reden angeblich wenig über Sex

12. März 2002, 15:05
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Laut Umfrage beziehen sich ihre Lieblingsthemen untereinander auf Beruf, Sport und Frauen

Hamburg - Das Thema Sex spielt bei Männergesprächen offenbar eine gar nicht so große Rolle, wie man/frau denkt. Nur sechs Prozent der Männer sprechen mit ihren Geschlechtsgenossen häufig darüber.

Thema Frauen an dritter Stelle

Das ist das Ergebnis einer am Montag in Hamburg veröffentlichten Emnid-Umfrage für den Hersteller des Haarwuchs-Medikaments "Propecia", an der 1.000 Männer von 18 bis 50 Jahren teilnahmen. Das Thema Frauen steht mit 29 Prozent an dritter Stelle nach Beruf und Karriere (46 Prozent) und Sport (35).

Gefühle sind tabu

Ausgeklammert werden auch heikle Themen, Gefühle oder persönliche Probleme. 43 Prozent der Befragten trauen sich laut Studie nicht, über die Angst zu sprechen, von der Partnerin verlassen zu werden. Jeder zweite Mann hat Schwierigkeiten, mit männlichen Freunden über ernste finanzielle Probleme zu sprechen. Als Grund für derlei Hemmungen geben 44 Prozent an, der Freund könnte das ihm Anvertraute ausplaudern. 56 Prozent sind davon überzeugt, ihre Geschlechtsgenossen könnten ihnen sowieso nicht helfen.

Von Mann zu Mann ist wichtig

Egal um welches Thema es sich dreht, Männergespräche sind für fast 90 Prozent der Befragten sehr wichtig. Am liebsten tauschen sich die Herren der Schöpfung dabei in intimer Zweisamkeit und im privaten Rahmen aus. Derbe Witze gehören für drei Viertel der Befragten dazu.

Auch Geschlechtsunterschiede glauben die Befragten dabei ausmachen zu können. 68 Prozent reden nicht gerne um den heißen Brei herum, sondern sprechen nach eigener Einschätzung Klartext. Den Frauen gestehen acht von zehn Männern jedoch zu, die sensibleren Gesprächspartnerinnen zu sein. 86 Prozent sind dabei der Ansicht, dass das zarte Geschlecht einfach besser über Gefühle sprechen könne. (APA/AP)

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