Iranischer Markt für Österreichs Exportwirtschaft wichtig

11. März 2002, 14:20
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Schwerpunkte Energieversorgung und Eisenbahnsektor - Unterzeichnung von Doppelbesteuerungs- und Zollhilfeabkommen geplant

Wien - Für die österreichische Exportwirtschaft ist der Iran ein bedeutender Markt im Nahen und Mittleren Osten. Der Iran wird ständig von mehr als 160 österreichischen Exportfirmen bearbeitet. 20 Firmen unterhalten Repräsentanzen oder Joint Ventures. Im Zeitraum Jänner bis November 2001 stiegen laut Wirtschaftsministerium die österreichischen Exporte um 49,4 Prozent auf 232,9 Mill. Euro.

Traditionelle Schwerpunkte der österreichischen Exportaktivitäten in den Iran sind der langfristige Ausbau der elektrischen Energieversorgung, der Eisenbahnsektor sowie die verstaatlichte und private Industrie. Auf dem Umwelt-Sektor sollten sich neue Marktchancen ergeben, so das Wirtschaftsministerium.

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, der den iranischen Präsidenten Mohammed Khatami heute bei seiner Ankunft in Wien-Schwechat begrüßte, trifft anlässlich des Staatsbesuchs unter anderem mit Industrieminister Esaq Jahangiri und Außenminister Kamal Kharrazi zusammen. Bei diesen Gesprächen sollen Möglichkeiten für eine weitere Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen erörtert werden. Außerdem stehen im Hinblick auf den verstärkten politischen Dialog zwischen dem Iran und der Europäischen Union (EU) auch multilaterale Fragen vom gemeinsamem Interesse auf dem Programm.

Im Rahmen des Staatsbesuches sollen auch für die österreichische Wirtschaft wichtige Abkommen wie ein Doppelbesteuerungsabkommen und Zollamtshilfeabkommen unterzeichnet werden. (APA)

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