Spanien könnte Selbstmordanschlag mit Jet auf Madrid nicht abwehren

12. März 2002, 06:47
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Angriff bei Manöver getestet

Madrid - Bei einem Terrorangriff mit einem gekaperten Passagierflugzeug auf das Zentrum von Madrid hätte die spanische Luftwaffe keine Zeit zum Eingreifen. Dies ergaben Manöver der spanischen Streitkräfte, bei denen ein ähnliches Szenario wie bei den Terroranschlägen am 11. September in den USA nachgestellt wurde. Wie die Zeitung "El País" am Montag berichtete, ging man bei den Übungen von der Annahme aus, dass Selbstmord-Terroristen eine Linienmaschine beim Anflug auf den Madrider Flughafen in ihre Gewalt gebracht hätten und über der Innenstadt abstürzen lassen wollten.

Da der Airport Madrid-Barajas nur 14 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist, würde ein Jet für diese Strecke nur gut eine Minute benötigen. Das Flugzeug könnte daher unter keinen Umständen von Kampfflugzeugen abgefangen werden, die auf dem nahe gelegenen Stützpunkt in Torrejon stationiert sind. Ein solcher Terrorangriff könnte nur dadurch abgewehrt werden, dass sich Abfangjäger ständig in der Luft befänden, schreibt das Blatt. Dies sei jedoch nicht zu finanzieren.(APA/dpa)

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