Khol neuer stellvertretender Bundesobmann des Seniorenbundes

11. März 2002, 13:27
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ÖVP-Klubobmann versteht sich als "Vertreter der älteren Generation"

Wien - Der neue stellvertretende Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes heißt Andreas Khol (60). Das gab Bundesobmann Stefan Knafl am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Khol bekannt. Khol, amtierender ÖVP-Klubobmann, betonte, er verstehe sich auch im Nationalrat als "Vertreter der älteren Generation". Gleichzitig unterstrich er aber: "Ich bin kein Ämterkumulierer." Außer dieser neuen Aufgabe habe er kein anderes Parteienamt inne. Die Interessen der Senioren seien ihm ein Anliegen. Daher habe er dieses Ehrenamt nun übernommen.

Khol versicherte, dass er dem Parlament noch eine Weile erhalten bleibe. Er wolle auch 2003 als Klubobmann des ÖVP-Klubs antreten. Auf die Frage, ob Khol Knafl als Bundesobmann des Seniorenbundes beerben werde, sagte Knafl: auch er habe vor, noch eine Periode als Obmann zu wirken. Neben Khol gibt es eine zweite personelle Neuerung beim Seniorenbund: Wilhelm Mohaupt, früherer Generalsekretär des Seniorenbundes, wurde zum neuen Finanzreferenten gekürt.

Knafl kündigte zudem an, dass für 11. und 12. April ein außerordentlicher Bundesseniorentag einberufen wurde. Neben den personellen Änderungen werden sich die Delegierten dabei in Wien mit der Diskussion und Verabschiedung eines "Positionspapieres" befassen. Die fünf Eckpunkte des Papiers: "als gleichberechtigte Partner mitreden, mitentscheiden und mitverantworten", "langfristige Sicherung der Finanzierbarkeit der Pensionsversicherung", "neues Pensionsrecht für Frauen", "langfristige Sicherung unseres Gesundheitswesens und Erhöhung der Lebensqualität" sowie "Sicherheit und Frieden in Europa".

Hinsichtlich der Pensionen sieht der Seniorenbund die langfristige Finanzierbarkeit "durch Schwachstellen des Systems gefährdet". Diese seien das viel zu niedrige faktische Pensions-Antrittsalter, ohne eine wirksame Malus-Regelung, und die relativ hohe Ersatzrate bei Neuzugängen. Änderungen fordert Knafl auch bei der Änderung der Pensionsanpassung. Befragt, wie diese aussehen könnte, sagte Knafl, Details wolle er noch keine nennen, nur so viel: die Inflationsrate müsse immer abgedeckt sein. (APA)

  • ÖVP-Seniorenbundesobmann Stefan Knafl (l.) und der neue stellvertretende Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, Andres Khol (r.)

    ÖVP-Seniorenbundesobmann Stefan Knafl (l.) und der neue stellvertretende Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, Andres Khol (r.)

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