Soldaten entwaffnen Bevölkerung in Ostafghanistan

11. März 2002, 07:26
posten

US-geführte Truppen setzen Offensive fort

Islamabad/Bagram - Maskierte afghanischen Soldaten haben Montag früh in der Stadt Khost im Osten des Landes mit einer groß angelegten Operation begonnen, deren Ziel nach Medienberichten die Entwaffnung der Bevölkerung ist. Wie die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, hätten die Soldaten die Schließung der Märkte befohlen. Außerdem sei jeder Mann und jedes Fahrzeug auf den Straßen durchsucht worden. Die afghanischen Truppen seien von einigen US-Soldaten bei ihrer Aktion begleitet worden.

Khost liegt nahe der pakistanischen Grenze und des Gebirgzugs bei Gardes, wo US-Truppen unterstützt von Verbündeten seit mehr als einer Woche eine Offensive gegen die radikal-islamischen Taliban und Kämpfer des El Kaida-Terrornetzwerks führen.

Kampfflugzeuge bombardierten Montag früh das Gebiet in den Arma-Bergen in der Provinz Paktia, wie ein Sprecher der US-Armee am Stützpunkt Bagram bei Kabul mitteilte. In den vergangenen 24 Stunden seien mindestens drei afghanische verbündete Kämpfer verletzt worden, der Widerstand der gegnerischen Kämpfer werde jedoch immer schwächer. Offenbar sei ihre Anzahl deutlich geschrumpft. Zudem hätten sie sich in wesentlich kleineren Verstecken als zu Beginn der "Operation Anaconda" genannten Offensive verschanzt. Diese werde so lange andauern, bis alle "El-Kaida-Terroristen und extremistischen Taliban" gefasst seien, fügte der Sprecher hinzu. (APA)

Share if you care.