Der virtuelle Blindenstock in den Öffis

10. März 2002, 21:18
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"Neue Technologien könnten etwas ändern"

Wien - Wegen einer Behinderung darf niemand benachteiligt werden. Das steht - sinngemäß - in der Verfassung. Die Realität sieht anders aus, meint Manfred Srb vom Behindertenberatungszentrum "Bizeps": U-Bahn-Linien seien für Rollstuhlfahrer nur schwer, Schnellbahnen so gut wie gar nicht benutzbar. Sogar der Kauf von Fahrscheinen verursache Probleme. "Neue Technologien könnten daran etwas ändern."

Wolfgang Rauh vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zählt auf: Eine elektronische Chipkarte anstelle des Fahrscheines sei in der Schweiz bereits verwirklicht, und auch ein virtueller Blindenstock, der mithilfe von Ultraschallwellen und Vibrationen auf Gegenstände hinweist, keine Utopie. Außerdem könne ein in Wien entwickeltes Infrarotsystem für Blinde Ampelphasen oder die Liniennummer von Öffis in Tonsignale umsetzen. Um Pkw-Unfällen vorzubeugen, fordert der VCÖ Tempobegrenzer und Müdigkeitssensoren sowie Zündsperren für Alkolenker. (sta/DER STANDARD, Print, 11.3.2002)

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