Exil-Iraner: "Große Zahl" von Demonstranten an Einreise gehindert

10. März 2002, 19:18
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Innenministerium: Elf Personen zurückgewiesen - Protest gegen Grenzkontrollen anlässlich des Khatami-Besuchs in Wien

Wien - Der oppositionelle iranische Widerstandsrat hat am Sonntag gegen die Wiedereinführung der Grenzkontrollen zu Italien und Deutschland anlässlich des am Montag beginnenden Wien-Besuchs des iranischen Staatspräsidenten Mohammed Khatami protestiert. "Große Gruppen von Iranern" seien von den österreichischen Behörden an der Einreise nach Österreich gehindert worden, heißt es in einer Aussendung des Widerstandsrats. Ihnen sei somit die Teilnahme an einer friedlichen Protestkundgebung gegen Khatami am Montag in Wien verwehrt worden.

Aus dem Innenministerium hieß es am Sonntag, seit der Einführung der Grenzkontrollen am 7. März seien elf Personen insgesamt 13 Mal zurückgewiesen worden. Die Kontrollen blieben noch bis 13. März aufrecht. Wie ein Sprecher des Nationalen Widerstandsrats der APA telefonisch mitteilte, handle es sich bei den Abgewiesenen um in EU-Staaten wohnhafte Personen. Bereits Sonntag nachmittag seien ihm Informationen vorgelegen, wonach mehrere hundert Personen aus dem Ausland an der Demonstration in Wien teilnehmen wollen. "Die Zahl steigt ständig". Die Organisation wirft Khatami laut Aussendung "religiösen Faschismus" und zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vor. (APA)

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