Auch Rottmann machte UV-Therapie

10. März 2002, 17:35
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Ex-Biathon-Weltmeister wurde im vergangenen Sommer behandelt

Östersund/Schweden - Nun ist auch ein österreichischer Biathlet in die Affäre um die Blutbehandlung von ÖSV-Langläufern verwickelt. Ex-Weltmeister Wolfgang Rottmann hatte im norwegischen Fernsehen erklärt, er habe die von Sportdirektor Walter Mayer praktizierte UV-Therapie im letzten Sommer mitgemacht.

Internationaler Verband wartet ab

Anders Besseberg, der Präsident des internationalen Biathlon-Verbandes, sagte in einem ZDF-Interview, die IBU werde vorerst die Entscheidung des Internationalen Olympischen Comites (IOC) zu diesem Thema abwarten. Er trete für möglichst klare Bestimmungen ohne Grauzonen ein, meinte Besseberg. "Aber ich will nicht sagen, ob das im Fall der Österreicher eine Grauzone ist."

Behandlung im Sommer

Rottmann hatte ausgesagt, er habe die so genannte UV-Therapie mitgemacht, um eine Stirnhöhlenentzündung zu vermeiden, die ihn immer wieder behindert hatte.

Besseberg hatte schon vor einigen Tagen im Zusammenhang mit dem Dopingfall Johann Mühlegg für eine harte Linie plädiert. Er trete dafür ein und wolle die Voraussetzungen schaffen, dass Sportler, denen bei Titelkämpfen Doping nachgewiesen wird, alle bei diesem Ereignis gewonnenen Medaillen verlieren sollten. Zudem sollte Verbänden, denen eine Verwicklung nachgewiesen werde, bis zu mehreren Jahren die finanzielle Unterstützung entzogen werden. (APA)

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    Wolfgang Rottmann in Aktion

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