Für Tiroler AK-Präsident Dinkhauser eigene ÖVP-Liste vorstellbar

10. März 2002, 15:33
2 Postings

Inhaltliche Positionierung gefordert

Innsbruck - Der Tiroler AK-Präsident Fritz Dinkhauser (V) fordert mehr Gewicht für die Interessen der Arbeitnehmer in der Landespolitik. Sonst wäre ein Antreten mit einer eigenen VP-Liste bei den nächsten Landtagswahlen die "einzige Alternative". Wichtig sei eine "inhaltliche Positionierung" des Arbeitnehmerflügels, betonte Dinkhauser am Sonntag gegenüber der APA.

Eigene Interessensgruppierung

Eine "eigene Interessensgruppierung innerhalb der VP" dürfe "kein Tabuthema" sein, erklärte Dinkhauser. Auch Parteiobmann Herwig van Staa sehe darin "kein Problem". Von einer "Abspaltung" könne jedoch nicht gesprochen werden. In der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Format" wird Dinkhauser freilich folgendermaßen zitiert: "Wenn die Partei die Interessen der Arbeiterkammer nicht stärker berücksichtigt, spalte ich mich mit Vertrauten von der VP ab."

Alternativen

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, zusammen mit LR Elisabeth Zanon-zur Nedden (V) eine eigene Liste zu bilden, antwortete Dinkhauser: "Möglich ist alles." Auch Zanon glaube, dass die VP in Tirol ein "neues Gesicht braucht". "So viele Leute sind schon auf mich zugekommen, die Alternativen gefordert haben", sagte der AK-Chef. Dies seien vor allem Arbeitnehmer aus verschiedenen Bereichen gewesen, Namen könne er aber nicht nennen.

Zur Kritik von Landesrätin Zanon-zur Nedden, die sich in der vergangenen Woche unter anderem über mangelnde Basisarbeit innerhalb des AAB beklagt hatte, meinte Dinkhauser: "Dieser Vorwurf galt grundsätzlich dem AAB und nicht einer Person." Dabei sei es um eine notwendige "Veränderung und Positionierung" des AAB und nicht um AAB- Chef Günther Platter gegangen. Platter müsse sich "erst entwickeln", betonte Dinkhauser.(APA)

Share if you care.