Edison baut Kraftwerkskapazitäten in Italien aus

10. März 2002, 12:17
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Gute Chancen für Übernahme der Enel-Tochter Eurogen

Mailand - Der Mailänder Elektrizitätserzeuger Edison will seine Kapazitäten in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf insgesamt 14.000 Megawatt ausbauen.

Nach Worten von Hauptgeschäftsführer Giulio Del Ninno handelt es sich überwiegend um mittelgroße Kombikraftwerke mit Leistungen zwischen 400 und 800 Megawatt. Als erstes sei eine 380 MW-Zentrale in Candela bei Foggia (Appulien) geplant, wo ein Abkommen mit der Kommunalverwaltung geschlossen wurde und für industrielle Neuansiedlungen ein Stromtarifnachlass von 10 bis 15 Prozent vorgesehen ist. Die Anlage soll mit Lieferungen aus dem nahe gelegenen Gasvorkommen des Eni-Konzerns gespeist werden.

Windkraftanlagen

Edison unterhält bereits zwei 1.000 MW-Kraftwerke in dem Stahlindustrie-Agglomerat von Taranto. Ebenfalls in Apulien (in der Nähe von Bari und Salento) sollen zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 80 Megawatt entstehen.

Das seit einigen Monaten von dem Gemeinschaftsunternehmen Italenergia (Fiat, Edf und drei Finanzpartner) kontrollierte Unternehmen gilt als einer der aussichtsreichsten Anwärter für die Übernahme der Enel-Tochter Eurogen. Die zu diesem Zweck gegründete Firmengemeinschaft "Edipower" (an dieser sind neben Edison auch die Stadtwerke von Mailand und Turin sowie die schweizerische Atel beteiligt) hat vor kurzem von einem aus 15 Banken bestehenden Konsortium einen Kredit von 4 Mrd. Euro eingeräumt bekommen. (APA)

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