Sharon-Berater - "Frieden mit allen Mitteln"

10. März 2002, 14:19
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Iraelische Armee will Angriffe auf palästinensische Ziele ausweiten

Jerusalem - Die israelische Armee wird ihre am 28. Februar in den Palästinensergebieten gestartete Offensive nach den Worten des politischen Beraters von Ministerpräsident Ariel Sharon ausweiten.

Anriffe werden intensiviert

Die "intensiven Operationen" im Gazastreifen und im Westjordanland würden andauern, sagte Salman Shoval am Sonntag im öffentlichen israelischen Fernsehen. Auf die Frage nach der in Kürze beginnenden Nahost-Mission des US-Sonderbeauftragten Anthony Zinni sagte Shoval, diese sei für Palästinenserpräsident Yasser Arafat eine neuerliche Gelegenheit, der Gewalt Einhalt zu bieten. Wenn Arafat dem Terrorismus kein Ende setze, dann werde Israel es "mit allen Mitteln" tun.

Jerusalem - Die israelische Armee wird nach den jüngsten palästinensischen Selbstmordanschlägen ihre Angriffe auf palästinensische Ziel ausweiten. Dies beschlossen die Minister des so genannten Sicherheitskabinetts von Ministerpräsident Ariel Sharon am Sonntag auf einer Sondersitzung. Bei Anschlägen in Jerusalem und Netanya waren am Samstag 13 Israelis und drei palästinensische Attentäter getötet worden.

Palästinenser bei Attentat-Versuch getötet

Im Gazastreifen wurde Sonntag früh ein Palästinenser bei dem Versuch getötet, die jüdische Siedlung Netzarim zu überfallen. Zwei israelische Siedler erlitten schwere Verletzungen. Bei Nablus im nördlichen Westjordanland schossen Soldaten auf zwei bewaffnete Palästinenser und töteten einen von ihnen. Die israelische Armee reagierte in der Nacht auf Sonntag mit Luftangriffen in den Palästinensergebieten. Dabei wurde das Hauptquartier von Palästinenserpräsident Yasser Arafat in der Stadt Gaza völlig zerstört.

Proteste weiteten sich auch auf Ostjerusalem aus

Aus Solidarität mit den Palästinensern sind israelische Araber am Sonntag in einen Generalstreik getreten. Geschäfte und Schulen in den meisten Ortschaften der etwa 1,1 Millionen Menschen zählenden arabischen Gemeinde in Israel blieben geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr wurde ebenfalls lahm gelegt. Die Proteste weiteten sich auch auf Ostjerusalem aus.

Der palästinensische Parlamentspräsident Ahmed Korei wird unterdessen nach palästinensischen Angaben am Sonntagnachmittag mit dem israelischen Außenminister Shimon Peres zusammentreffen.(APA,dpa,ag.)

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