Eingesperrt, gequält, vergewaltigt

9. März 2002, 15:38
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Chinesin wurde von Arbeitgeber gepeinigt - ihm droht die Todesstrafe

Peking (APA/dpa) - Eine junge Chinesin ist von ihrem früheren Arbeitgeber sieben Jahre lang in einer fensterlosen Zelle eingesperrt, gequält und mehrfach vergewaltigt worden. Passanten waren geschockt, als sie die 26-Jährige nach ihrer Flucht in der vergangenen Woche über eine Straße humpeln sahen. Ihre Hände waren geschwollen von Ödemen und übersät mit Einstichwunden, weil ihr Peiniger ihr unbekannte Drogen gespritzt hatte, berichteten staatliche Medien am Samstag. Die Frau war im März 1995 als vermisst gemeldet worden.

Die 26-Jährige war zu ängstlich zum Sprechen und unfähig, ihren eigenen Vater zu erkennen. Später sagte sie den Medienberichten zufolge aus, der 50-jährige frühere Arbeitgeber - ein Lokalbesitzer - habe sie in der kleinen Zelle mehrfach vergewaltigt. Die junge Frau hatte drei Jahre lang für den Restaurantbetreiber gearbeitet. Der 50-Jährige wurde festgenommen, ihm droht die Todesstrafe. Tausende junger Frauen aus armen Familien arbeiten in China in kleinen Lokalen und werden manchmal von den Besitzern misshandelt. (APA)

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