Plus zehn Millionen Dollar Finanzhilfe

9. März 2002, 12:33
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Arabische Liga hinter palästinensischen Intifada-Opfern

Kairo - Die Außenminister der Arabischen Liga haben die USA und die Vereinten Nationen aufgefordert, das Blutvergießen in den Palästinensergebieten zu beenden. Gleichzeitig bekundeten sie ihre Solidarität mit dem "legitimen und entschlossenen Widerstand des palästinensischen Volkes". Bei ihrer Sitzung an diesem Samstag in Kairo haben die Mitgliedstaaten der Liga außerdem eine Aufstockung ihrer Unterstützung für die Palästinenser um monatlich zehn Millionen Dollar (11,41 Mill. Euro) beschlossen, teilte der palästinensische Minister für internationale Zusammenarbeit, Nabil Shaath, mit.

Damit erhalten die Palästinenser nun 55 statt bisher 45 Millionen Dollar Finanzhilfe. Die beiden Fonds wurden im Oktober 2000 beim arabischen Gipfel in Kairo eingerichtet. Dabei handelt es sich um einen Fonds zur Unterstützung der Familien palästinensischer Intifada-Opfer sowie den so genannten El-Aksa-Fonds für den Erhalt des islamischen Charakters von Ost-Jerusalem. Mit der Verwaltung der Fonds in einer Gesamthöhe von bisher knapp 778 Millionen Dollar wurde die Islamische Entwicklungsbank betraut.

Nahost-Friedensvorschlag soll angenommen werden

Außerdem wollten die Minister entscheiden, ob sie den saudischen Vorschlag für einen Nahost-Frieden trotz der jüngsten Eskalation der Gewalt in Israel und den besetzten Gebieten bei ihrem geplanten Gipfel in Beirut offiziell annehmen wollen. Bisher haben sich vor allem Libyen und der Irak kritisch zum Vorschlag des saudischen Kronprinzen Abdullah Ibn Abdelaziz geäußert. Dieser bietet Israel eine Normalisierung der Beziehungen zu den arabischen Ländern an, falls sich die Israelis aus allen Gebieten zurückziehen, die sie seit Beginn des Sechs-Tage-Krieges 1967 besetzt haben.

Die Kairoer Tageszeitung "Egyptian Mail" schrieb am Samstag, die Araber sollten den Vorschlag des Kronprinzen beim Gipfel Ende des Monats annehmen und so zu einem "arabischen Vorschlag" machen. "Es geht nicht nur darum, dem israelischen Volk zu zeigen, dass die Araber den Frieden wollen, sondern auch darum, der israelischen Regierung deutlich zu machen, dass der Ball jetzt in ihrer Spielfeldhälfte ist." (APA)

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