Bitterer Beigeschmack zum Frauentag in Kärnten

8. März 2002, 23:02
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FPÖ-Frauen blieben der Diskussion "Frauenpolitik kennt keine Grenzen" fern - Buchautorin spricht sich für eigene Frauenpartei aus

Klagenfurt - In Kärnten hatte der Internationen Frauentag einen bitteren Beigeschmack: FPÖ-Frauensprecherin Wilma Warmuth und ihre Landtagskolleginnen hatte ihre Teilnahme an der Diskussion "Frauenpolitik kennt keine Grenzen" zurückgezogen. Sie protestierten damit gegen Frauenreferentin Gabriele Schaunig-Kandut (S) und deren Verhalten im Regierungskollegium bei der Abstimmung über die Leitung der Kulturabteilung des Landes.

"Wir sind betroffen, dass Sie als Frauenreferentin Frau Mag. Erika Napetschnig als Bestgereihter im Objektivierungsverfahren zur Leitung der Kulturabteilung ihre Kompetenz absprechen", heißt es in einem Schreiben Warmuths an die Landesrätin. "Ihr Haltung empfinden wir als diskriminierend und als unfaires Spiel zu Lasten einer kompetenten Frau."

Schaunig-Kandut präsentierte am Freitag den neuen Internet-Auftritt der "Frauenplattform". Verwirklicht wurde das Projekt von der Frauenbeauftragten des Landes, Helga Grafschafter. Alle Angebote, Projekte usw. können unter "www.frauenplattform.at" abgerufen werden.

Info-Stand der ÖGB-Frauen

Die ÖGB-Frauen hatten auf dem Neuen Platz in Klagenfurt einen Info-Stand eingerichtet. Unter dem Motto "Frauen feilen für soziale Sicherheit" wurden Blumen und Nagelfeilen verteilt.

Für die Buchautorin Edith Darnhofer-Demar ist die Zeit gekommen, Initiativen für eine eigene Frauenpartei zu setzen. BSA- und SPÖ-Frauenvorsitzende BR Melitta Trunk hält diese Idee für "überlegenswert". Nachdem sich das Gender Mainstreaming unter der derzeitigen Regierung als "zahnloses Instrument" erwiesen habe, müsse man sich andere Strategien überlegen, um die Situation der Frauen zu verbessern, dazu Trunk.

Die Obfrau der ÖVP-Frauenbewegung, Abg. Edeltraud Gatterer, nahm den Internationalen Frauentag zum Anlass, eine rasche Umsetzung des Versorgungsausgleichs oder des "Pensionssplittings" zu fordern. (APA)

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