Warum sich nicht alle Babys freuen können

8. März 2002, 22:39
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Aktion der Liberalen: Kindergeld ist keine Pro-Kopf-Prämie

"Die Regierungskampagne zum Kindergeld, die derzeit vor allem im Fernsehen unentwegt gesendet und mit Millionen von Steuergeldern finanziert wird, verbreitet wissentlich Falschinformationen", übte der Bundessprecher der Liberalen, Alexander Zach heftige Kritik im Rahmen einer Presseaktion am Freitag vor dem Sozialministerium in Wien. Denn das sogenannte "Kindergeld" ist nichts anderes als ein auf zweieinhalb Jahre verlängertes Karenzgeld. "Doch in der Werbung, in der sich im übrigen zwei Kinder über die finanzielle Unterstützung freuen, wird das Kindergeld fälschlicherweise als Pro-Kopf-Prämie präsentiert", so Zach. In Wirklichkeit erhält jede Frau nur Euro 436,- im Monat. Bei Zwillingen zum Beispiel stelle sich somit die Frage, welches der beiden Kinder sich nun freuen dürfe? Als Zeichen des Protests fand sich Zach gemeinsam mit einer Mutter von Zwillingen vor dem Sozalministerium ein (siehe Foto).

Mit dem Geld für die Kampagne hätten statt dessen längst überfällige Projekte für die Anliegen der Frauen finanziert werden können. "Diese Darstellung des Karenzgeldes ist jedenfalls ein Affront gegenüber allen Eltern, die mehr als ein Kind aufziehen", so der LIF-Bundessprecher abschließend.
(red)

  • Die Aktion vor dem Sozialministerium
    foto: lif
    Die Aktion vor dem Sozialministerium
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