Massenerkrankung nach Oscar-Zeremonie

8. März 2002, 21:37
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100 Gäste bei Abendessen angesteckt

Los Angeles - Mindestens 100 Teilnehmerinnen einer offiziellen Oscar-Zeremonie sind von einer mysteriösen Krankheit erfasst worden. Nach Angaben der US-Filmakademie könnten sich bei dem Abendessen aus Anlass der Verleihung der Oscars für filmtechnische Leistungen in der vergangenen Woche sogar mehr als 200 Menschen angesteckt haben. "Es sieht aus, als habe sich fast die Hälfte aller Gäste infiziert", erklärte am Freitag Academy-Sprecher John Pavlik.

Nach zwei Tagen vorbei

Die Krankheit habe Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und in einigen Fällen leichtes Fieber ausgelöst. Sie sei aber bei den weitaus meisten PatientInnen bereits nach zwei Tagen abgeklungen, hieß es im Gesundheitsamt des US-Bundesstaates Kalifornien. Es hatte etwa 100 Krankheitsfälle bei TeilnehmerInnen des Gala-Dinners in dem Luxus-Hotel Regent Beverly Wilshire registriert.

Betroffen waren auch fast 20 MitarbeiterInnen der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die alljährlich die Oscars verleiht. Auch Laura Ziskin, die Produzentin der diesjährigen Oscar-Show, die in der Nacht zum 25. März (MEZ) über die Bühne geht, hatte sich krank gemeldet.

Nicht erklärbar

Die Krankheitsfälle seien vor allem deshalb mysteriös, weil selbst unter unmittelbaren TischnachbarInnen etwa die Hälfte verschont geblieben sei, obwohl alle dasselbe gegessen hätten, sagte Pavlik. "Mich hat es nicht erwischt aber zum Beispiel meine Frau." Nach Angaben eines Hotelmitarbeiters wurden bei dem Festessen am vergangenen Samstag unter anderem Hummer, Roastbeef und verschiedene Fischarten serviert. Pavlik zufolge steckten sich aber auch solche Gäste an, die lediglich Gemüse und Früchte gegessen hatten. (APA/dpa)

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