US-Senat einmütig hinter Bushs Kriegszielen

8. März 2002, 21:14
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Terrorismus muss besiegt werden

Washington - In einer einmütig verabschiedeten Resolution hat sich der amerikanische Senat am Freitag hinter US-Präsident George W. Bush gestellt und sein Ziel der Bekämpfung des internationalen Terrorismus gestellt. In der einmütig von den demokratischen und republikanischen Senatoren verabschiedeten Resolution heißt es, der Senat "bekräftigt, dass er einig hinter dem Präsidenten bei dessen Bemühungen steht, den internationalen Terrorismus zu besiegen". Zugleich unterstreicht die Resolution Entschlossenheit, alle Waffengattungen in diesem Kampf gegen den Terror mit allen notwendigen Ressourcen und Geräten auszustatten, die für den Sieg benötigt würden.

Noch in der vergangenen Woche hatten einige Senatoren der Demokratischen Partei, darunter Fraktionschef Tom Daschle, Zweifel an den Plänen Bushs laut werden lassen, den Krieg gegen den Terrorismus, der nach den Anschlägen vom 11. September eingeleitet wurde, nach Afghanistan auch auf andere Länder auszuweiten. Republikanische Senatoren hatten Daschle daraufhin Spaltungsabsichten vorgeworfen, was dieser wiederum als "hysterisches Gehabe" zurück wies.

Jetzt erklärte Daschle, die Resolution mache an diesem Punkt, einer Sechs-Monats-Zäsur, allen El-Kaida-Terroristen und allen anderen eindeutig klar, "dass wir nicht aufhören werden, bevor sie besiegt sind". Die USA sehen hinter der El Kaida des Moslem-Extremisten Osama bin Laden die Verantwortlichen für die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium bei Washington. Dort waren am 11. September mindestens 3000 Menschen getötet worden, als von Extremisten entführte Flugzeuge in die Gebäude gelenkt wurden.

Seit dem 7. Oktober führen die USA gegen die Taliban und die El Kaida in Afghanistan Krieg. Auf den Philippinen sind Militärberater im Anti-Terror-Einsatz. Georgien hat sich ebenfalls US-Hilfe erbeten. Wiederholt drohte US- Präsident Bush dem Irak, dem die USA vorwerfen, trotz Verbots weiterhin Massenvernichtungsmittel zu entwickeln. (APA/Reuters)

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