Wien "krass bevorzugt"

8. März 2002, 19:34
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Innsbruck ortet Konflikt um Forschungsgeld

Innsbruck - Einen Interessenkonflikt zwischen Uni-Standorten um Forschungsgelder für die zukunftsträchtigen "Life Sciences" und Biowissenschaften orten Vertreter der Uni Innsbruck hinter der geplanten Ausgliederung der Medizinischen Fakultäten. Durch die Abspaltung der Medizin würde "der ohnehin seit Jahren favorisierte Standort Wien krass bevorzugt".

In Innsbruck würde "die einzige große Volluni in Österreich zerschlagen", meinen die Vizerektoren Peter Loydl und Peter Gröbner. Da die medizinische Forschung (vorklinische Fächer) in Innsbruck an den Naturwissenschaften angesiedelt ist, wäre die Trennung das Aus für die Medizin als Wissenschaft. Der Medizin bliebe die Krankenversorgung, die aus knappen Länder-Budgets zu finanzieren sei. Die Medizin-Uni würde zur Fachhochschule degradiert, fürchten die Vizerektoren.

Sie haben sieben Unis nach Publikationen in medizinischen Fachjournalen pro Professor verglichen, um das Ministeriums-Argument zu entkräften, eigene Medizin-Unis seien forschungsintensiver. Das sei nicht nachweisbar. Innsbruck liege mit einer Quote von 7,7 im Spitzenfeld. (bs, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9./10. 3. 2002)

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