EU und USA fordern Sharon zum Ende der Militäraktionen auf

9. März 2002, 14:04
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Diplomatische Initiative wird vorbereitet

Amsterdam - Die Europäische Union und die USA haben sich geeinigt, den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon gemeinsam zu einem Ende der Militäraktionen gegen die Palästinenser aufzufordern. Dies teilte das niederländische Außenministerium am Samstag mit. "Die EU und die Vereinigten Staaten bereiten eine diplomatische Initiative gegenüber Herrn Sharon vor, um auf einen sofortigen Waffenstillstand zu drängen und beide Parteien zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch aufzufordern", sagte ein Sprecher.

Die Initiative könnte Sharon bereits am Sonntagmorgen von amerikanischen und EU-Vertretern in Tel Aviv präsentiert werden, hieß es weiter: "Es gibt eine ständige und intensive Kommunikation zwischen Vertretern der EU und der USA. Wir hoffen, dass es am Sonntagmorgen stattfinden wird."

Gestern hatte die EU hat offiziell gegen einen israelischen Raketenangriff auf das Hauptquartier von Palästinenserpräsident Yasser Arafat protestiert. Die spanische Ratspräsidentschaft zitierte den israelischen Botschafter Herzl Inbar am Freitag ins Madrider Außenministerium. Wie aus diplomatischen Kreisen in der spanischen Hauptstadt verlautete, verlangte Außenstaatssekretär Miquel Nadal von Israel eine Erklärung für den Angriff.

Israelische Kampfhubschrauber hatten am Mittwochabend mehrere Raketen auf den Gebäudekomplex von Arafats Hauptquartier in Ramallah (Westjordanland) abgefeuert. Arafat führte dort gerade Gespräche mit dem EU-Nahostbeauftragten Miguel Moratinos. (APA/Reuters)

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