Ungesunde Fleischberge

9. März 2002, 17:00
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Zu viel Fleischwaren erhöhen stark das Diabetes-Risiko bei Männern

Washington - Zu viele Hot Dogs und andere Fleischwaren fördern stark das Diabetes-Risiko bei Männern. Wissenschafter der Universität Harvard untersuchten die Essensgewohnheiten tausender Männer und fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, bei einem hohen Konsum von verarbeitetem Fleisch um fast 50 Prozent steigt.

Dabei stehe das Risiko offenbar in direktem Zusammenhang mit der Häufigkeit des Konsums von Fleischwaren, erklärte Frank Hu, der Autor der in der Zeitschrift "Diabetes Care" des Amerikanischen Diabetes-Verbandes veröffentlichten Studie. "Je mehr man von diesen Nahrungsmitteln zu sich nimmt, desto höher ist das Risiko." Verglichen wurden Männer, die mindestens fünf Mal wöchentlich Fleischwaren zu sich nehmen, mit Männern, die weniger oft verarbeitetes Fleisch essen.

Umfangreiche Studie

Die Daten der Studie stammen aus einer Untersuchung, die seit 1986 über zwölf Jahre hinweg die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 42.000 gesunden Männern im Alter von 40 bis 75 Jahren beobachtete. Nach Angaben von Hu wurden die Befunde um bekannte Risiko-Faktoren wie Rauchen, Übergewicht und mangelnde Bewegung bereinigt. Dennoch habe sich klar gezeigt, dass ein hoher Konsum verarbeiteten Fleischs ein unabhängiger Risikofaktor für die früher als Altersdiabetes bezeichnete Krankheit sei. Zu diesem Effekt könne weiter beitragen, dass die Fleischprodukte häufig mit stark fetthaltigen Beilagen verzehrt würden.

Die Befunde müssten nun in weiteren Untersuchungen bestätigt werden, betonte Hu. Auf Grund der Ergebnisse sei es auch dringend nötig, einen Zusammenhang zwischen dem erhöhten Konsum von Fleischwaren und Herzkrankheiten sowie Krebs zu untersuchen. (APA/AP)

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