W. Michael Blumenthal, Generaldirektor des Jüdischen Museums in Berlin, ausgezeichnet

8. März 2002, 14:13
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München/Weimar - Der Generaldirektor des Jüdischen Museums in Berlin, W. Michael Blumenthal, erhält in diesem Jahr die Goethe-Medaille, teilte das Goethe-Institut Inter Nationes am Freitag in München mit.

Weitere Auszeichnungen gehen an den französischen Schriftsteller und Übersetzer Georges-Arthur Goldschmidt, den polnischen Germanisten Franciszek Grucza, den iranischen Germanisten und Übersetzer Touradj Rahnema sowie den Autor und chilenischen Botschafter in Berlin, Antonio Skármeta.

Die Auszeichnungen werden am 22. März - dem Todestag Goethes - im Weimarer Stadtschloss von der neuen Goethe-Präsidentin Jutta Limbach verliehen. Mit der Medaille werden jährlich Persönlichkeiten geehrt, die sich im Ausland um die deutsche Sprache und den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben.

Zur Person

Mit dem 1926 in Berlin-Oranienburg geborenen Blumenthal ehrt das Goethe-Institut einen Amerikaner mit deutscher Vergangenheit, der trotz der Verfolgung durch das NS-Regime und der Internierung seines Vaters in Buchenwald nach Berlin zurückkehrte und einen maßgeblichen Beitrag zur deutschen Erinnerungspflicht leistete. Der 1926 in Reinbek bei Hamburg geborene und nach Frankreich emigrierte Autor Goldschmidt wurde vor allem als Übersetzer des Werks von Peter Handke bekannt.

Der Germanistikprofessor Grucza richtete an der Universität Warschau in der Nachkriegszeit ein Zentrum zur Vermittlung und Erforschung der deutschen Sprache ein. Der iranische Germanist und Leiter des Fachbereichs Germanistik an der Universität Theran, Prof. Rahnema, hat als Übersetzer und Autor zur literarischen Verständigung zwischen Deutschland und Iran beigetragen. Der chilenische Botschafter Skármeta, der nach dem Sturz Salvador Allendes 1975 nach Berlin zog, gründete dort ein chilenisches Zentrum und warb damit für eine bessere Verständigung der Kulturen beider Länder. (APA/dpa)

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