Online-Shopping soll deutschem Handel heuer 8 Milliarden Euro bringen

8. März 2002, 13:47
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Wachstumstrend flacht ab - Internet-Handel fest in der Hand klassischer Unternehmen

Nach vielen Pleiten und gescheiterten Geschäftsmodellen ist der Verkauf von Waren über das Internet nun ein stetig wachsendes Milliardengeschäft. In diesem Jahr würden in der Branche in Deutschland voraussichtlich 8 Mrd. Euro umgesetzt, schätzte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) in Berlin. Dies wäre ein Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 5 Mrd. Euro mit E-Commerce eingenommen wurden. Trotz positiver Entwicklung flacht der Wachstumstrend aber erstmals ab, nachdem sich die Umsätze im Vorjahr verdoppelt hatten.

1,6 Prozent am Gesamtumsatz

Mit 8 Mrd. Euro würde der Anteil online verkaufter Waren in diesem Jahr auf 1,6 Prozent am Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels klettern, erklärte der E-Commerce-Experte des HDE, Olaf Roik. Im vergangenen Jahr hatte der Wert noch bei einem Prozent gelegen. Bis zum Jahr 2010 rechnet der Handelsverband mit einem stetigen Anstieg auf 5 bis 8 Prozent.

Reine Online-Händler sind selten

Roik zufolge ist der Online-Handel fest in der Hand von klassischen Handelunternehmen. Reine Online-Händler seien eher selten. Unter den umsatzstärksten E-Commerce-Angeboten befinden sich demnach unter anderem Tchibo, die Metro-Tochter Primus und die Versandhändler Otto, Quelle und Neckermann.

Parallel zum Warenverkauf an die Kunden werde auch zwischen Handelsunternehmen der Einkauf zunehmend über das Internet abgewickelt, betonte Roik. Nach einer HDE-Umfrage setzten zwei Drittel der Einzelhandelsunternehmen das Internet zur Warenbeschaffung ein. Dagegen nutze es lediglich ein Viertel dazu, um Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen.(apa)

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