Tiscover erzielte 2001 6,8 Millionen Euro Umsatz

8. März 2002, 12:21
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Tiroler Reiseplattform erreichte Umsatzverfünffachung innerhalb von vier Jahren

Das erste Vollgeschäftsjahr als AG sei für die Tiroler Online-Reiseplattform "Tiscover AG Travel Information Systems" "sehr erfolgreich" verlaufen, erklärte der Vorstandsvorsitzende, Arno Ebner, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. 6,8 Mill. Euro Umsatz seien 2001 erzielt worden. Das stelle eine Verfünffachung innerhalb der vergangenen vier Jahre dar.

53 Millionen Intenret-Besucher

Der durch Tiscover initiierte Umsatz bei Partnerhotels habe sich in diesem Zeitraum von 11,5 auf 383 Mill. Euro gesteigert (im Jahr 2000 waren es 281 Mill. Euro). Die Anzahl der Internet-Besucher habe dabei von 700.000 auf über 53 Millionen zugelegt. Die Reservierungsanfragen bzw. Buchungen bei Anbietern seien von 23.500 auf 765.000 gewachsen (im Jahr 2000 waren es 560.000).

Umstrittene .info-Domains

Tiscover hatte in der Vergangenheit wiederholt für Schlagzeilen wegen einer umstrittenen Reservierung der top-level Domain ".info" gesorgt. Von den knapp 5.000 Reservierungen "für unsere Kunden" seien Tiscover "bis dato" 75 Prozent zugesprochen worden, erklärte Ebner am Rande der Veranstaltung.

"Verfahrensänderungen"

Aber erst in den nächsten Wochen soll genaueres bekannt werden, da erst Ende Februar die "Challenge Period", jene Phase, in der die Domain-Namen beeinsprucht werden konnten, abgelaufen sei. Zudem habe es vor kurzem durch die Registrierungsbehörde Afilias eine "Verfahrensänderung" gegeben. Doch Ebner gab sich zuversichtlich und befürchtete keine weiteren größeren Abstriche bei den Domainnamen.

Top Five in Europa

Die 1991 als 100-Prozent-Tochter der Tirol Werbung ins Leben gerufene Reiseplattform zähle mittlerweile im internationalen Ranking zu den "Top five" in Europa, führte Ebner aus. Heute halten Swarovski sechs Prozent, die Bank Austria drei Prozent und die TIS GmbH 91 Prozent der Aktienpakete. Neben einem Ausbau der Marktpräsenz in Österreich soll im laufenden Geschäftsjahr auch mit Deutschland, vor allem mit Bayern, und mit der Schweiz zusammen gearbeitet werden. Es bestehe auch die Absicht "über den Brenner zu gehen", doch dazu brauche es "noch etwas Zeit", sagte Ebner.(APA)

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